Buchwerkstatt von und für Kinder Drucken

Buchkinder erobern jetzt auch Frankfurt


Gegründet wurde das Projekt  „Buchkinder e.V.“ 2001 von Ralph Uwe Lange in Leipzig. Auf der Homepage http://www.buchkinder.de beginnt die Geschichte der Leipziger Buchkinder mit dem ersten Meilenstein so: „Es waren einmal sieben Kinder in einem Wohnzimmer in Leipzig. Zusammen mit Ralph Uwe Lange erfinden sie Geschichten. Das wollte er schon immer, denn nichts war ihm fremder als die althergebrachte Weise, Kinder in enge Bildungssysteme zu zwängen. Zusammen mit den Eltern der Kinder gründet er den Buchkinder Leipzig e.V., eine Buch- und Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 18 Jahren.“

 


Buchkind Dabei arbeiten die Kinder völlig selbstständig und entwickeln dadurch handwerkliche Fertigkeiten und  kreative Fähigkeiten,  die zu einem gestärkten Selbstbewusstsein führen. „Die Besonderheit des Buchkinderprojekts besteht neben der freien und selbstständigen Arbeit in der Einbindung der Kinder in alle Prozesse des Büchermachens. Buchkinder wachsen mit ihren Büchern. Sie übernehmen Verantwortung und entwickeln auf bemerkenswerte Weise soziale Kompetenzen. In Deutschland ist unsere Herangehensweise einmalig“, sagt der Gründer Ralph Uwe Lange. Erst kamen die Kleinen. Schon Vierjährige schnitzten in Linoleum Figuren, um sie anschließend mit einem einfachen Druckverfahren und in bunten Farben zu drucken. Jeder arbeitet so, wie er kann. Mit sechs Jahren begleiten einzelne Wörter die Bilder, später folgen ganze Sätze. Bald schon entsteht daraus eine Geschichte.

Bereits ein Jahr nach der Gründung stellte der Pädagoge Ralph Uwe Lange auf der Frankfurter Buchmesse

 

 

2002 seine Leipziger-Buchkinder vor. Im darauf folgenden Jahr wird sein Messestand als schönster Stand prämiert. Seit 2005 verbreitet sich die

Frankfurter Buchkinder e.V.

M wie MarienkäferIdee wie ein Lauffeuer, und es entstehen Buchkinderinitiativen nicht nur in Deutschland, sondern sogar europaweit. Man findet sie mittlerweile in Aachen, Berlin, Chemnitz, Dresden, Frankfurt am Main, Gütersloh, Höxter, Halle, Mainz, Sinsheim, Weimar – und Neapel. Es ist ein solidarisches Netzwerk entstanden mit bundesweiten Wanderausstellungen und begleitendem Seminarangebot.  

2004 entdeckte auf der Buchmesse die fünfjährige Clara aus Frankfurt den Stand, unterwegs mit ihrer Mutter Helen Schiffer. Die Kleine war fasziniert von der Möglichkeit, selbst etwas gestalten zu können und schnitzte ihre ersten Bilder in Linoleum. Im folgenden Jahr gab ihr Ralph Uwe Lange zum Abschied eine Aufgabe mit auf den Weg: „Wenn wir uns im nächsten Jahr wieder sehen, zeigst Du mir dein erstes ganzes Buch“. Clara nahm diese Aufforderung ernst.

Sie begann sich sofort zu überlegen, wie dieses Buch aussehen sollte. Mehrmals im Jahr fragte die inzwischen Sechsjährige ihre Mutter: „Wie viel Zeit ist noch bis zur Buchmesse? Schaffe ich das rechtzeitig?“  Zuerst entstanden viele Tierbilder. Aber wie sollte daraus ein Buch entstehen? Dann schrieb sie zu den Tieren kleine Texte. Und so legte sie ein Jahr später  mit Sieben ihr erstes ABC-Buch mit dem Titel „Ameise, Bergzige, Camälion u.s.w.“ am Stand der Leipziger Buchkinder vor. Das Buch  gefiel so gut, dass  der Verlag es gleich in einer kleinen Auflage mit ins Programm nahm. Die Auflage war nach kürzester Zeit vergriffen. (Inzwischen -  2009 -  hat Clara, wieder rechtzeitig zur Buchmesse,  ihr 3. Buch  fertig geschrieben, illustriert und gebunden.)

Bis dahin war sie in Frankfurt das erste und einzige Buchkind. Dies sollte sich erst 2008 ändern. Als Claudia Dunkel im Herbst mit ihrer Tochter Celine die Hallen der Buchmesse auf der Suche nach interessanten Kinderbüchern und Autorenlesungen durchstreifte, entdeckte sie den Stand der Leipziger Buchkinder. Ebenso fasziniert wie schon viele Jahre zuvor Clara, blieben sie stehen, und auch Celine gestaltete begeistert mit. Die Mutter knüpfte den Kontakt, lernte Helen Schiffer, die schon seit geraumer Zeit die Buchkinder in Frankfurter Museen etablieren wollte, kennen, und beide zusammen entwickelten die Idee selbst Kurse Helen Schiffer anzubieten und einen Verein zu gründen.

Danach wurde der Keller des Wohnhauses der Familie Dunkel in Frankfurt-Sachsenhausen ausgeräumt, gestrichen, eine Druckerpresse aus Leipzig abgeholt und aufgestellt. Es entstanden Postkarten, Lesezeichen und die ersten Bildergeschichten wurden auch schon gedruckt.

Auf der Buchmesse Frankfurt im Oktober 2009 bestritten die Leipziger und Frankfurter Buchkinder gemeinsam einen Stand. Ihre Arbeiten fanden großen Anklang. Am 8. November 2009 wurde die Werkstatt der Frankfurter Buchkinder bei Kaffee und Kuchen eingeweiht. Zum Anlass reiste der „Vater der Buchkinder“  aus Leipzig an, um sich von den Fortschritten zu überzeugen und eine weitere Lesung mit den Frankfurter Buchkindern zu moderieren. Auch die Gastkinder zeigten großes Interesse. Einige widmen sich nun mit Begeisterung ihrem ersten eigenen Buch.

Wer gerne mitarbeiten möchte, kann sich bei dem Verein Frankfurter Buchkinder e.V. melden. Es werden noch kleine Autoren und Buchdrucker aufgenommen.

 
Celine, Kiki, Clara - die Frankfurter Buchkinder
 Der Verein:

Frankfurter Buchkinder e.V.
Vorstand Helen Schiffer und
Claudia Dunkel

Kontaktadresse:

Buchkinder Frankfurt e.V.
C. Dunkel
Sachsenhäuser Landwehrweg 69
D-60599 Frankfurt am Main
T 069 492524
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
 
Ralph Uwe Lange, Clara, Claudia Dunkel
 Infos:

Buchkinder Leipzig e.V.
Ralph Uwe Lange
Hans-Poeche-Straße 2
04103 Leipzig
T 0341-2253742
F 0341-3061777
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.buchkinder.de



 


 

 

 

 



 


 

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