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Gartenplan - August Drucken

Thema zur Jahreszeit – August

"Im Garten vor dem Hause blühn
Veilchen, Sonnenblum und Rosmarin.
Vincula Petri geht alsdann
den Weizen mit der Sense an.
Die Traube kocht, es gilbt der Mais,
die Störche sammeln sich zur Reis',
und bleiben sie noch nach Barhelmä,
ein Winter kommt, der tut nicht weh.
Brach über grast das Weidevieh,
und auf den Tennen schlagen sie
den Flegeltakt durchs ganze Land.
So geht das Acherjahr zu Rand."

“Im Garten vor dem Hause blühn“  Josef Weinheber (1892-1945)


Im Ziergarten

Garten Hofgut Habitzheim - Felix Prinz zu LöwensteinIm August hat der Sommer seinen Zenit überschritten. Wer über Land fährt sieht abgemähte Getreidefelder und es liegt ein besonderer Duft von gemähtem Heu und Strohballen in der Luft. Bauern fahren ihre Ernte heim und sensible Menschen verbinden damit den beginnenden Abschied des Sommers. Noch blühen zahlreich die Sommerblumen in den Gärten und Obst und Gemüse ist auch noch reichlich vorhanden.

Auf ihre Rosen sollten Sie auch im August immer wieder ein Auge werfen. Wenn sich die Blätter durch Pilzbefall kräuseln oder braun werden, diese sofort abzwicken und entfernen. Nur so kann die Pflanze gesund und kräftig über den Winter kommen.
Hecken wie Thujen und Fichtenhecken sollten jetzt geschnitten werden. Für die Hainbuche und die Fichte gilt – nicht zu viel schneiden. Sonst treibt sie nicht mehr aus. Den Rückschnitt von Laubgehölzen im Juni kann man jetzt weiterführen. Aber nur bei starkem Nachwuchs.
Jetzt können auch Stauden wie Madonnenlilien (Lilium canditum), Herbstzeitlosen  (Colchicum autumnale), Kaiserkronen (Fritillaria), Steppenkerzen (Emerurus) und Iris (Barbata elatior) gesetzt werden. Aber auch die Pfingstrose (Paeoniaceae) wird einen Umzug im August/September noch eher überstehen, da sie einen Ortswechsel eigentlich übel nimmt.
Koniferen sollten jetzt ebenfalls gepflanzt werden. Sie bilden ihre Wurzeln besonders gut aus, so lange es noch nicht kalt ist.
Auch Rasen kann im ab Mitte August nach gesät werden.

Im Gemüsegarten

Gepflanzt wird Grünkohl und Winterrettiche. Diese aber erst verstärkt gießen, wenn die Rübenbildung stattgefunden hat.
Gesät werden Chinakohl, Spinat, Winterzwiebeln,  aber auch Feldsalat, der schon im späten Herbst geerntet werden kann.

Im Obstgarten

Kirschbäume, Aprikosen und Pfirsiche können nach der Ernte zurück geschnitten werden. Bei der Schattenmorelle schneidet man alle abgeernteten Triebe bis auf die Jungtriebe zurück. Sie wachsen nahe am Stamm. Der Obstbaum trägt am stärksten im nächsten Jahr am einjährigen Holz.
Auch der Walnussbaum sollte jetzt geschnitten werden. Im Frühjahr bluten die Schnittstellen zu stark.
Erdbeerausläufer bewurzelnd, damit für die kommende Saison die Ernte größer wird. Dies sollte aber nur bis zu viermal geschehen. Im fünften Jahr neue Pflanzen kaufen, da die Vermehrung mit der eigenen Pflanze begrenzt ist.
Brombeerhecken sieht man jetzt überall an Gärten und Äckern. Aber nur tiefschwarz ernten. Sonst sind sie sauer. Im eigenen Garten die Jungtriebe an das Spalier binden.
Herunter gefallene Äpfel auf sammeln. Die ungenießbaren Stellen entfernen und aus dem Rest  Kompott oder Saft herstellen.

 

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