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Thema zur Jahreszeit – Juli

"Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.

Sie war doch sonst ein wildes Kind;
Nun geht sie tief in Sinnen,
Trägt in der Hand den Sommerhut
Und duldet still der Sonne Glut
Und weiß nicht, was beginnen.

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen."

"Das macht, es hat die Nachtigall" Theodor Storm (1817-1888)
 

Im Ziergarten

Die RoseJetzt steht der Garten in voller Blüte. Das Beerenobst ist reif und das Gemüse kann geerntet werden Die Sommerblumen leuchten in kräftigen Farben. Gartenfreunde können nun die lauen Sommerabende bis spät in die Nacht in ihrem Garten erleben. Es ist die Zeit der Fülle.

Noch zwei Wochen können die Zweijahresblumen in ein Frühbeet ausgesät werden: Stiefmütterchen (Viola arvensis subsp. megalantha), Gänseblümchen (Bellis), Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris), Goldlack (Cheiranthus), Bartnelken (Dianthus barbatus), Marienglockenblumen (Campanula medium), Silberling (Lunaria) und Islandmohn (Papaver nudicaule).
Verblühte Blumen an Rosen und Stauden entfernen. Sobald die Pflanze Samen gebildet hat, wird eine neue Blütenbildung erschwert. Rittersporn (Delphinium)  und Feinstrahl (Erigeron) nach dem Verblühen auf 10 cm zurückschneiden. Wässern und düngen nicht vergessen. Meist bildet die Pflanze dann eine zweite Blühphase im Spätsommer oder Herbst aus.
Bei Rosen auf die ersten Anzeichen von Sternrußtau, Mehltau oder Rosenrost achten. Befallene Blätter entfernen und entsorgen. Nicht auf den Boden fallen lassen. Bei Blattlausbefall einfach mit zwei Fingern über die Knospen streifen und die Läuse entfernen. Wer Berührungsängste hat zieht einfach Handschuhe über.
Der bepflanzte Boden sollte nun weiter an der Oberfläche gelockert, mulchen und bei Trockenheit gegossen werden. Bei Stauden, die sehr hoch wachsen, auf eine angemessene Stütze achten.

Im Gemüsegarten

Was im Juli noch ausgesät werden kann: Endivie, Zuckerhut, Radicco, Chinakohl, Pak Choi, Buschbohnen und Knollenfenchel.
Was im Juli noch gepflanzt werden kann: Kopf- und Eissalat, Römischer Salat und Pflücksalat. Endivie von Mitte Juli bis August. Blumenkohl und Kohlrabi von Mitte Juli bis Anfang August.
Düngung. Sellerie, Stangenbohnen, Porree, Rosenkohl und Spätkohlarten sind im Hauptwachstum und müssen gewässert werden. Mit etwas Naturdünger stärken, damit keine Mangelerscheinungen auftreten.

Im Obstgarten

Falls der Juli sehr trocken war, müssen die Wurzeln der Obstbäume gewässert werden. Das geht am besten so, den Schlauch mit geringem Wasserdruck an die Wurzeln legen und das Wasser laufen lassen.
Ausdünnung der Früchte bei Äpfeln und Birnen. Je früher dies geschieht und so größer ist der Erfolg. Das Ausdünnen bei Äpfeln und Birnen im Juli bewirkt eine bessere Fruchtqualität.
Der Sommerschnitt soll nur maßvoll durch geführt werden. Es werden Konkurrenztriebe und andere den Kronenaufbau störende Triebe entfernt.
Für Erdbeeren gilt – das neue Beet bis Ende Juli aber spätestens bis 10 August neu bepflanzen. Nur dann entwickelt sich im neuen Jahr eine Vollernte.
Wenn die Ernte der Johannis- und Stachelbeersträucher beendet ist schneidet man die ältesten Triebe heraus und lässt Jungtriebe als Ersatz stehen.
Bei der Himbeere werden die abgeernteten Triebe dicht über dem Boden abgeschnitten.  Von den Jungtrieben, die im folgenden Jahr austreiben, sollten gut verteilt acht bis zehn Triebe  je Meter  stehen bleiben.

 

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