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Olivenöl - "flüssiges Gold"

 

 

Olivenbaum auf KretaDer Olivenbaum zählt zu den ältesten Kulturpflanzen. Schon vor 6000 Jahren kannte man im Vorderen Orient eine wild wachsende Urform des knorrigen Baums. Das Öl seiner Früchte wurde damals in der Küche oder als Brenn-, Salb- sowie Heilöl verwendet. Die Olive (lat. Oliva, griech. elaiwa) wächst rund ums Mittelmeer. Dort zählt das Olivenöl bis heute zu den wichtigsten Lebensmitteln der Menschen und ist ein unverzichtbarer Bestandteil der mediterranen Küche geblieben. Sein besonderes Aroma, seine Geschmacksvielfalt, seine Bekömmlichkeit und sein Beitrag zu einer gesunden Ernährung machen es so beliebt.

 


 

Olivenbaum auf Kreta Je nach Sorte, Anbaugebiet und Behandlung erhält das Olivenöl einen anderen Charakter. Es gibt über 150 verschiedene Sorten. Olivenbäume können zwanzig Meter hoch wachsen und mehrere hundert Jahre alt werden. Wer regelmäßig Olivenöl auf seinem Speiseplan stehen hat, senkt damit nachweislich seinen Cholesterinspiegel. Es schützt die Körperzellen vor Krebserkrankungen, macht das Blut dünnflüssiger und verhindert so Schlaganfall und Herzinfarkt.



Wertvolle Olivenöle sind mit einem Gütesiegel versehen:



Um die Qualität des Olivenöls bestimmen zu können, hat die EU zum Schutz der Verbraucher strenge Richtlinien nachgebessert und Kontrollen eingerichtet. Es wurden Gütezeichen festgelegt, die das Olivenöl in Europa auszeichnen. Auf dem Etikett müssen folgende Angaben gut lesbar stehen:

 

· Nettofüllmenge
· Mindesthaltbarkeitsdatum
· Name des Herstellers
· Verpacker, Abfüller
· Vertreiber, Verkäufer


Güteklassenbezeichnung, geregelt durch die EG-Verordnung Nr. 2568/91 vom. 11. Juli 1991

Güteklassen



Tropföl/Schöpföl (ital.: affiorato) – Hierbei handelt es sich um das kostbarste Öl. Es tritt ohne Fremdeinwirkung, nur durch das eigene Gewicht im Kessel aus. Da es, wie schon sein Name sagt, tropfenweise aufgefangen wird, ist es am teuersten.

Natives Olivenöl extra (ital.: Olio extra vergine di oliva, span.: Aceite de olive virgen extra, franz.: Huile d´olive extra vierge) – erste Güteklasse. Es wird direkt aus Oliven und ausschließlich mit mechanischen Verfahren, durch Pressen und Filtern gewonnen und darf keine Zusätze enthalten. Geschmack, Geruch und Farbe sind intensiv und unverwechselbar, jedoch spielen Sorte, Region und Verarbeitung eine Rolle, und der Geschmack kann sich mit jeder Ernte ändern. Natives Öl verbrennt schnell und sollte nur in der kalten Küche Verwendung finden. So kommt sein einzigartiges Aroma am besten zur Geltung.

Natives Olivenöl (ital.: Olio vergine di oliva, span.: Aceite de olive virgen, franz.: Huile d´olive vierge) - Es wird direkt aus Oliven und ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen und kalt gepresst, d.h. ganz ohne Temperatureinwirkung. Es enthält keine Zusätze, leichte sensorische Fehler können aber vorhanden sein. Generell sollte Natives Öl nur in der kalten Küche Verwendung finden, denn es verbrennt schnell.

Olivenöl (ital.: Olio di oliva, span.: Aceite de olive, franz.: Huile d´olive) - Das „normale“ Olivenöl ist eine Mischung aus nativem und raffiniertem Olivenöl. Dadurch ist es hitzebeständiger.

Raffiniertes Olivenöl - Nach der ersten Kaltpressung, dem Nativen Öl (Jungfernöl), verbleibt noch ein Großteil des kostbaren Öls in der Frucht. Um dieses herauszulösen verwendet man ein chemisches Lösungsmittel, das die flüssigen Bestandteile von den festen trennt. Dadurch wird das Produkt geschmacks- und geruchsneutral, nicht farbintensiv und klar, lange haltbar und hitzebeständig. Deshalb sind raffinierte Öle in der heißen Küche besser geeignet.

Oliventresteröl (ital.: Olio di sansa d´oliva, span.: Aceite de orujo de olive, franz.: Huile de grignons d´olive) - enthält Öl direkt aus Oliven und das gewonnene Öl aus der Behandlung von Oliventrester (Pressrückstände). Bei diesem Vorgang werden die schon ausgepressten Oliven ein letztes Mal dem Prozess ausgesetzt und die letzten Tropfen entweichen den Oliven. Mischt man dieses Öl mit nativem Öl erhält man ein nicht ganz so hochwertiges Produkt.