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| 200910_Ferienhof Wollatz (Bioland) in Süderdeich |
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Biolandferienhof Wollatz – viel Grün, viel Himmel, unendliche Weite und die Geheimnisse des Wattenmeeres
Bei der so genannten „Allerheiligenflut“ im Jahre 1532 drang das salzige Meerwasser bis zur Büsumer Kirche vor und überschwemmte die Felder, was eine große Hungersnot zur Folge hatte. Bei anderen Fluten, wie der Weihnachtsflut 1717, verschwanden ganze Orte im Meer. Zuletzt konnte ein befürchteter Deichbruch während der Sturmflut von 1962 knapp verhindert werden. Seit 1973 schützt das Eidersperrwerk, das größte Küstenschutzsperrwerk Deutschlands bei Tönning an der Eidermündung, die Bewohner vor den mächtigen Nordseefluten.Wie archäologische Funde zeigen, war die vor 2500 Jahren entstandene Marsch bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. besiedelt. Seit dem 12. Jahrhundert legten genossenschaftliche Verbände oder Geschlechter Deiche an den Seemarschen an. Stolz waren die Dithmarscher schon immer auf ihre Unabhängigkeit. Die großen Bauerngeschlechter vertrieben die adelige Obrigkeit im 12. und 13. Jahrhundert aus der Region, so dass in Dithmarschen, im Gegensatz zu sonstigen Teilen Schleswig- Holsteins, keine Gutshäuser und Schlösser zu finden sind. Und selbst nachdem die „Bauernrepublik“ im Jahre 1559 einem Fürstenheer unterlegen war und der dänische König und die Herzöge von Holstein das Land unter sich aufgeteilt hatten, gelang es den Dithmarschern, einen Teil ihrer Selbstständigkeit zu bewahren.Der Landschaft, der unendlichen Weite, dem Meer, den Deichen und Stränden ist es geschuldet, dass Dithmarschen schon Ende des 19. Jahrhunderts mit den ersten Badegästen in Büsum sich bis heute zu einem Paradies für Touristen entwickelt hat. Im Juni 2009 wurde neben dem niederländischen auch das schleswig-holsteinische Wattenmeer, zu dem die Küste von Dithmarschen gehört, von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt – wie zuvor der Grand Canyon und das Great Barrier Reef. Seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde es immer beliebter, in landschaftlich reizvollen Gegenden „Ferien auf dem Bauernhof“ zu verbringen, eine Urlaubsform, die vor allem, aber nicht nur Kindern sehr viel Spaß macht. So entschloss sich damals auch die Dithmarsche Landwirtin Isolde Wollatz, auf ihrem schönen großen Bauernhof in der alten Marsch am Rande des Dorfes Süderdeich, wenige Kilometer von Büsum entfernt, Zimmer an Feriengäste zu vermieten. Zur gleichen Zeit schaffte sie die ersten Pferde an: Isländer und Reitponys. Zunächst wurden die alten Speicherräume im Obergeschoss des Wohnhauses zu Ferienwohnungen umgebaut.In den 80er Jahren wurden zusätzlich einige der pittoresken Reetdachhäuser, für die der Ort Süderdeich bekannt ist, erworben, für den Gästebetrieb renoviert und eingerichtet. Ebenfalls in den 80er Jahren schaffte Landwirt Eggart Wollatz die Schweinemast ab und stellte den Hof auf ökologische Landwirtschaft nach Biolandrichtlinien um. Er baute nun weniger Getreide, dafür aber mehr Gemüse an, wie Weiß- und Rotkohl, Möhren, Kartoffeln, Zucchini, Erbsen und saisonal Gurken, Kürbis, Wirsing, China-, Blumen- und Rosenkohl, Sellerie und Bohnen, außerdem Erdbeeren und Klee. Einen Großteil des Ernteertrages verkauft Wollatz heute an einen Hersteller von Babynahrung.Mit Sohn York übernahm im Jahr 2002 die nächste Generation die Bewirtschaftung des Hofes. Nach seinem Landwirtschaftsstudium in Kiel und an der TH München hatte er zwei Jahre in London im Marketing einer ökologischen Firma gearbeitet, ist anschließend durch die Welt gereist, hat in Neuseeland und Australien ökologische Betriebe besichtigt und beraten. Heute ist York ehrenamtlicher „Regionalleiter“ für Bioland. Nachdem York Wollatz 2004 in das Bauernhaus eingezogen war, heiratete er seine Frau Tinka. 2005 und 2007 kamen Sohn Oskar und Tochter Lilly zur Welt. Das weit über hundertjährige Haupthaus wurde von Grund auf renoviert, alte Bauelemente wurden wieder hervorgehoben und der Garten neu angelegt. Bis zu drei Gästepartien können auf dem Hof untergebracht werden, wobei York und Tinka den Tourismus nicht rein kommerziell betreiben. Die Gäste sind meistens Stammgäste und Freunde, die seit Jahren mit ihren Kindern kommen; ihnen wird, ebenso wie den Gästen von Mutter Isolde Wollatz, auf dem Hof und in seiner Umgebung viel geboten.Zur Begeisterung der Kinder bewegen sich auf dem großflächigen Anwesen zahlreiche zwei- und vierbeinige Mitbewohner: 16 Pferde und Ponys, zwei Esel, mehrere Kaninchen und Meerschweinchen in einem weitläufigen begehbaren Gehege, zwei Hofhunde und etliche Hofkatzen, zwei Gänse, Enten und im Sommer häufig Flaschenlämmer. Nachdem Bauer Eggart Wollatz seine Angusrinderzucht aufgegeben hat, hält er auf seinem Hof keine Nutztiere mehr, mit Ausnahme der etwa vierzig freischarrenden Legehennen und einiger flugfähiger Zwerghennen. Alle zusammen schaffen es kaum, vor allem nicht an Ostern, den Appetit der Feriengäste auf Eier zu stillen. Kühe kann man auf den nahen Weiden betrachten.Nach Absprache dürfen die Feriengäste ihre Haustiere mitbringen. Sogar Pferde lassen sich unterbringen, denn bei einem der zu mietenden Häuser liegt eine kleine Weide. In den letzten Jahren nahmen die jungen Wollatz einige Umgestaltungen auf dem Gelände vor. So legten sie einen natürlichen Schwimmteich an, groß wie ein halbes Fußballfeld. Die Feriengäste können also, wenn im nahen Wattenmeer Ebbe herrscht, direkt vor ihrer Türe baden gehen. Sogar ein Sandstrand wurde aufgeschüttet. Tinka Wollatz ist begeisterte Beachvolleyballerin, und die Feriengäste können es ihr gleichtun. Für kleine und große Kinder wurde ein Spielplatz angelegt, mit Wippe, Reckstange, Trampolin, Tischtennisplatte und Basketballkörben. Die Gäste schätzen besonders die persönliche Atmosphäre ihres Aufenthaltes bei Familie Wollatz. Am großen Tisch im Hof findet man sich gerne zum gemeinsamen, feucht-fröhlichen Krabbenpulen ein. Vater Eggart und York Wollatz bieten Kutschfahrten durch die Umgebung an, Mutter Isolde Wollatz gibt Reitstunden. Wer möchte, kann bei Erntearbeiten helfen, im Stroh bei den Schleiereulen übernachten, am hofeigenen Lagerfeuerplatz grillen, Yoga-Gymnastik mit einer Yogalehrerin vor Ort praktizieren, mit Isolde Wollatz joggen, gemeinsame Wattwanderungen unternehmen oder bei Vater Wollatz, der Originaldokumente besitzt, Einblicke in die spannende Historie des Hofes auf der alten Warft nehmen.Bei Bedarf bekommt jeder Gast eine Fülle von Tipps, was die Umgebung zu bieten hat. Hier nur eine kleine Auswahl: Zum Baden: bei Flut direkt hinter dem Deich oder, nach einer kurzen Wattwanderung, in einem Priel (wo das Wasser wärmer ist). Die nächste Badestelle vom Hof aus liegt am Sommerkoog, wo auch die Einheimischen baden und keine Kurtaxe anfällt. Etwa zehn km vom Ferienhof Wollatz entfernt, lockt Büsum mit touristisch erschlossenem Strand (mit Duschen, Spielgeräten, Surfabschnitten, FKK-Bereich, Kureinrichtungen, wofür eine Kurtaxe erhoben wird). Außerdem gibt es ein Meerwasserwellenbad, das „Piratenbad“ mit künstlicher Brandung, für ganzjähriges Baden. Das bekannte St. Peter-Ording hat einen großen, sehr abwechslungsreichen Sandstrand mit vorgelagerter kleiner Dünenlandschaft zu bieten und erhebt ebenfalls eine Kurtaxe.Büsum bietet für Feriengäste allerlei: - einen Ausflug mit dem Schiff zur Felseninsel Helgoland; - den Museumshafen Büsum, wo der Fischkutter Fahrewohl, der älteste noch fahrfähige Fischkutter Büsums, zu sehen ist; - das Museum am Meer, widmet sich dem Meer und seiner Nutzung durch den Menschen) - die Sturmflutenwelt „Blanker Hans“, ein architektonisch spektakulärer Bau in Form einer Welle, die die Geschichte der Sturmflut von 1962 erzählt; - nicht zuletzt den Genuss der Büsumer Krabben. Außerdem sind sehr empfehlenswert: - Wattwanderungen zu einer der nordfriesischen Halligen- Kanutouren auf der Treene, einem naturbelassenen Nebenfluss der Eider - ein Tagesausflug nach Dänemark ( besonders für Kinder: Legoland) - Besichtigung der historischen holländischen Siedlung „Friedrichstadt“ - Besuch der Seehundauffangstation Friedrichskoog Das flache grüne Marschland Dithmarschens ist mit seinem 1000 km lang ausgebauten Wegenetz ein Paradies für Spaziergänger, Jogger, Inliner und Fahrradfahrer. Das besondere Highlight dieser Urlaubsregion ist natürlich das Wattenmeer. Als einzigartiges Ökosystem mit besonderer Artenvielfalt wurde es als UNESCO-Weltnaturerbe ausgewiesen. Es ist Lebensraum für rund 10.000 Tier- und Pflanzenarten, darunter viele Kleinstlebewesen. Nirgendwo auf der Erde findet sich eine größere zusammenhängende Sand- und Schlickfläche. Dieses Gebiet bei Ebbe zu Fuß zu durchwaten und seine Geheimnisse zu entdecken, ist ein faszinierendes und bleibendes Erlebnis.
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Bei der so genannten „Allerheiligenflut“ im Jahre 1532 drang das salzige Meerwasser bis zur Büsumer Kirche vor und überschwemmte die Felder, was eine große Hungersnot zur Folge hatte. Bei anderen Fluten, wie der Weihnachtsflut 1717, verschwanden ganze Orte im Meer. Zuletzt konnte ein befürchteter Deichbruch während der Sturmflut von 1962 knapp verhindert werden. Seit 1973 schützt das Eidersperrwerk, das größte Küstenschutzsperrwerk Deutschlands bei Tönning an der Eidermündung, die Bewohner vor den mächtigen Nordseefluten.
sonstigen Teilen Schleswig- Holsteins, keine Gutshäuser und Schlösser zu finden sind. Und selbst nachdem die „Bauernrepublik“ im Jahre 1559 einem Fürstenheer unterlegen war und der dänische König und die Herzöge von Holstein das Land unter sich aufgeteilt hatten, gelang es den Dithmarschern, einen Teil ihrer Selbstständigkeit zu bewahren.
Kindern sehr viel Spaß macht. So entschloss sich damals auch die Dithmarsche Landwirtin Isolde Wollatz, auf ihrem schönen großen Bauernhof in der alten Marsch am Rande des Dorfes Süderdeich, wenige Kilometer von Büsum entfernt, Zimmer an Feriengäste zu vermieten. Zur gleichen Zeit schaffte sie die ersten Pferde an: Isländer und Reitponys. Zunächst wurden die alten Speicherräume im Obergeschoss des Wohnhauses zu Ferienwohnungen umgebaut.
Einen Großteil des Ernteertrages verkauft Wollatz heute an einen Hersteller von Babynahrung.
werden, wobei York und Tinka den Tourismus nicht rein kommerziell betreiben. Die Gäste sind meistens Stammgäste und Freunde, die seit Jahren mit ihren Kindern kommen; ihnen wird, ebenso wie den Gästen von Mutter Isolde Wollatz, auf dem Hof und in seiner Umgebung viel geboten.
betrachten.
großen Tisch im Hof findet man sich gerne zum gemeinsamen, feucht-fröhlichen Krabbenpulen ein. Vater Eggart und York Wollatz bieten Kutschfahrten durch die Umgebung an, Mutter Isolde Wollatz gibt Reitstunden. Wer möchte, kann bei Erntearbeiten helfen, im Stroh bei den Schleiereulen übernachten, am hofeigenen Lagerfeuerplatz grillen, Yoga-Gymnastik mit einer Yogalehrerin vor Ort praktizieren, mit Isolde Wollatz joggen, gemeinsame Wattwanderungen unternehmen oder bei Vater Wollatz, der Originaldokumente besitzt, Einblicke in die spannende Historie des Hofes auf der alten Warft nehmen.
kleiner Dünenlandschaft zu bieten und erhebt ebenfalls eine Kurtaxe.
- Wattwanderungen zu einer der nordfriesischen Halligen
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