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200902_Bioland Ferienhofporträt Beim Draxl in Reit im Winkl Drucken
An Neujahr: Zu Besuch auf dem Bioland-Ferienhof „Beim Draxl“
Ein Erlebnisbericht


Anfang Januar 2009 machten wir uns als Familie mit Sohn Manuel auf den Weg in die Winterferien nach Bayern. Wir konnten leider nur für ein paar Tage bleiben, denn die Französische Schule hat in Deutschland kürzere Winterferien. Also auf nach Bayern! Wir freuten uns sehr auf den Bioland-Hof zwischen den hohen Bergen und mitten im Schnee.


Bioland-Ferienhof Beim Draxl in Reit im Winkl "Hier oben haben wir einen weiten Blick. Wir sind nicht so dicht von Bergen umzingelt", sagt Hubert Heistracher, der Bauer vom Draxl-Hof in Reit im Winkl. So ist es, wenn auch Mittelgebirglern wie uns die verschneiten Gipfel, die man beim Blick aus den Fenstern unserer Ferienwohnung in dem alten Bauernhof sieht, sehr imposant erscheinen. Die Heistrachers haben als einzige im Ort den von anderen zunächst mit Skepsis beobachteten Schritt gewagt, ihren Hof auf einen Biolandbetrieb umzustellen. Der Erfolg gibt ihnen Recht.

Neugierig geworden, beschlossen wir, eine Frankfurter Familie mit neunjährigem Sohn, diesem Hof mit den legendären Kamerunschafen am 2. Januar 2009 einen Besuch abzustatten. Wir fahren also, von der A 8 München-Salzburg kommend, über die gut ausgebaute Deutsche Alpenstraße nach Reit im Winkl und biegen von der Ortsmitte in den kleinen Ortsteil Blindau ab. Der alte, inzwischen Bioland-Ferienhof Beim Draxl in Reit im Winklvergrößerte und aufwändig modernisierte Ferienhof Draxl ist schnell gefunden und unser Sohn Manuel sofort begeistert. Gleich neben dem Haus gibt es eine Rodelbahn, in Sichtweite zwei Skilifte und eine Tubbingbahn.

Manuel holt sofort seinen Skibob und ist für die nächsten Stunden nicht mehr von der Piste wegzubekommen. Für Kinder ist es im und um den Draxl-Hof einfach optimal: Die Hänge rund ums Haus sind nicht allzu steil, und die Ferienwohnung ist so nah, dass man bei Hunger, Durst oder kalten Füssen mit wenigen Schritten im behaglich Warmen sein kann. Von der Küche aus lässt sich das Treiben draußen gut beobachten. Vom Bauern erfahren wir, dass dort, wo jetzt die Skilifte in Betrieb sind, sein Weideland liegt und im Sommer die Schafe grasen.

Draxl-Hof - Manuel auf der RodelpisteUnd wo sind die Kamerunschafe jetzt? Er führt uns zu dem Stall mit den Mutterschafen und Lämmern, die sich hier offensichtlich richtig wohl fühlen. Wenn Bauer Heistracher erzählt, dass er sich gerne bei den Tieren aufhält und manchmal, wenn viele Lämmer gleichzeitig geboren werden, Stunden im Stall verbringt, um zu beobachten, welches Lamm zu welcher Mutter zum Säugen geht, bekommt man ein Gefühl dafür, dass es ihm nicht um die maximale Fleischproduktion geht. Er ist Bio-Bauer mit Leib und Seele. Für ihn ist seine Arbeit Passion. Im Stall der zahmen und verschmusten Zwergziegen hat es sich ein Hase gemütlich gemacht. Das begeistert unseren Manuel wie alle Kinder.

Bauer Heistracher ist besonders stolz auf seine Hackschnitzelheizanlage, die sich in einer ehemaligen Scheune befindet und den gesamten Ferienhof energieautark macht. Allerdings: Platz braucht man dafür, denn Berge von Hackschnitzeln türmen sich in weiteren Scheunen auf. Der Draxl-Hof leistete Pionierarbeit mit dieser Form des alternativen Heizens. Mittlerweile haben sich im Ort Nachahmer gefunden.

Als wir das Untergeschoss des Hauses gezeigt bekommen, wird das Interesse unseres Sohnes geweckt. Er entdeckt Feuerwehrhelme, Schläuche und eine Jacke mit der Aufschrift "Leiterdienst". Wir erfahren, dass der Draxl-Hofbauer auch noch Chef der örtlichen Feuerwehr istSchlafzimmer der FeWo auf dem Draxl-Hof und häufig zu Einsätzen ausrücken muss. Nach vielen Jahren Dienst weiß er spannende Geschichten darüber zu berichten.

Der Biohof Draxl wird als Familienbetrieb geführt, bestehend aus Oma, Eltern, Kindern und Enkeln. Anders wären das große Spektrum an Aktivitäten und die ständigen Innovationen des Bauern auch gar nicht realisierbar. „Für meine Gäste nur das Beste!“ ist die Devise von Hubert Heistracher. Wer gegen Abend glücklich, aber erschöpft von den Skipisten kommt, kann sich im Draxl-Hof in der Sauna entspannen. Wer jedoch das Besondere liebt, der hat die Möglichkeit, in der „Hot Tub“  im Garten sein Entspannungsbad zu genießen. Der Blick zu den Bergen und zum Sternenhimmel ist gratis. „Diese Attraktion ist hier weit und breit einzigartig“, erklärt uns stolz Hubert Heistracher. „Wir hatten mal einen Gast, der dafür extra seine Unterkunft wechselte“, fährt er fort. Im Gespräch betont Bauer Heistracher immer wieder seine Qualitätsansprüche, er hängt die Messlatte hoch. Dabei sieht er keinen Unterschied zwischen der Arbeit auf dem Hof oder im Haus.

Unsere 90 Quadratmeter große, also sehr geräumige Ferienwohnung (eine von insgesamt sechs) trafen wir geschmackvoll möbliert und gut ausgestattet an. Wir hatten eine perfekt eingerichtete Küche und zwei Schlafzimmer. Und in den bequemen Betten schliefen wir wunderbar auf rückenfreundlichen Matratzen. Am ersten Morgen fanden wir vor der Tür hofeigene Bio-Eier, bereit zum Frühstück. Was für eine freundliche und aufmerksame Geste!

 

Hinweisschild-Beim Draxl

 Vor der Abreise kauften wir einige Produkte des Hofes, die wir schon vorher auf Anraten des Bauern verspeist hatten: die Schafswurst, den selbst erzeugten Wiesenhonig und Holunderbeersirup und einiges mehr. Fazit: Für uns drei war der leider zu kurze Ferienaufenthalt mehr als lohnend, er war ein richtiger Glücksfall – zum Wiederholen!


Kontakt:

Beim Draxl (Bioland)
Hubert und Elisabeth Heistracher
Blindauerstraße 44
83242 Reit im Winkl
T 08640-1570
M 0171-7377190
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
http://www.familie-heistracher.de

Weitere Infos:

Reit im Winkl
http://www.reitimwinkl.de


 

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