| 200912 Bio-Weingut Erwin Christ (Bioland) in Nordheim |
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Das Bio-Weingut Christ auf der Weininsel im fränkischen Nordheim produziert Weine mit purem Charakter
![]() Durch die Befriedung des Altmainarms kehrten seltene Pflanzen und Tiere dorthin zurück. Der Fluss und seine Auen sind als Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Von Astheim bis Schwarzenau ist es mit Schilf, Weiden oder Buhnen bewachsen. Hier fühlt sich das Blaukehlchen ebenso heimisch wie der Seidenreiher. Viele Gäste zieht es jedes Jahr in diese Region mit ihrer reichen Flora und Fauna, ihrem hohen Erlebnis- und Freizeitwert und ihrem klaren Wasser zum Baden. Die Landschaft ist vom Weinbau geprägt. Auf der Weininsel liegen zwei Weinbaugemeinden: Nordheim und Sommerach. Die Nordheimer Lagen heißen Vögelein und Kreuzberg. Während die Reben in der Lage Vögelein Richtung Sommerach an den Hängen am Mainufer wachsen, befindet sich die Lage Kreuzberg gegenüber der Vogelsburg an den Hängen des Kreuzbergs. Bepflanzt werden diese Lagen großteils mit den fränkischen Rebsorten Silvaner und Müller-Thurgau. Das Maindreieck zählt mit seinen zahlreichen Sonnenstunden zu den trockensten Regionen Bayerns. Das Klima ist gut geeignet für den Anbau von Wein, aber auch von Obst und Gemüse. Sehr ergiebige Ernten erzielt man hier mit dem Anbau von Spargel, aber auch mit Zwetschgen-, Apfel-, Mirabellen- und Kirschbäumen. Aus dem Obst der Streuobstwiesen destillieren die Nordheimer gerne Edelbrände, die über die Grenzen der Region hinaus beliebt sind. Der Ort hat neben Bad Feilnbach in Oberbayern die zweithöchste Brennereidichte Deutschlands. Nordheim ist mit seinen über 50 Weingütern und 250 Mitgliedern in der Winzergenossenschaft der größte Weinbauort Frankens.Der Winzer Erwin Christ bezog 1963 seinen neu errichteten Aussiedlerhof am Ortsrand von Nordheim. Aus Liebe zur Natur und Verantwortung für die Umwelt begann er schon zwei Jahre später, seine Weinberge auf eine biologisch-organische Wirtschaftsweise umzustellen. Das sonnige und milde Klima, dazu die typischen Sand-, Lehm- und Kalkböden geben dem Bio-Wein das typische Bukett. 1991 entschloss sich Christ, dem Bioland-Verband beizutreten.Indem er seine Böden auf natürliche Weise bewirtschaftet, stärkt Christ die Widerstandskraft des Weinstocks und die Fruchtbarkeit des Bodens. Durch den Erhalt eines reichen Bodenlebens reift ein Wein mit einer klaren Struktur heran. Schon 1983 bekam der 1982er Nordheimer Vögelein Silvaner Kabinett von der Schweizer Zeitschrift "Vinium" die Auszeichnung „Höchste Qualität“. Das Bio-Weingut Christ ist ein Familienbetrieb. Erwin Christ übergab den Betrieb 1994 an seinen Sohn Ludwig, der 1995 heiratete. Seine Frau Monika arbeitet seit 1997 auf dem Hof an seiner Seite. Die Weinlese wird von Hand und wegen des größeren Zeitbedarfs mit Lesehelfern bewältigt. Im Zeitalter der Maschinen mutet diese Art der Lese zwar antiquiert an, doch so lassen sich die Trauben sehr schonend abernten und die schadhaften gleich aussortieren. Das dadurch gewonnene einwandfreie und hochwertige Lesegut macht sich schließlich bei der Qualität der Weine bemerkbar. Außerdem schont die manuelle Weinlese die Böden.Ludwig Christs Weine werden nicht geschönt. Sie sind durchgegoren, trocken und mit einem Restzuckergehalt von meistens 0,0 g/l auch für Diabetiker geeignet. Durch Zukauf konnte das Weingut in den letzten Jahren noch vergrößert werden, so dass ein umfangreiches Angebot an Qualitäts- und Prädikatsweinen entstanden ist. Auf einer Anbaufläche von 6 ha in den Lagen Nordheimer Vögelein, Nordheimer Kreuzberg, Volkacher Kirchberg, Volkacher Ratsherr, Sommeracher Rosenberg, Retzbacher Benediktusberg wachsen Müller-Thurgau und Silvaner, Scheurebe, Riesling, Traminer, Weißburgunder, Johanniter, Bacchus und Spätburgunder. Sie reifen zu feinduftigen und kräftigen Weiß- und Rotweinen, die zu trockenen Qualitäts-, Kabinettsweinen und Spätlesen ausgebaut werden. Vermarktet werden die Weine zu 95 Prozent an Endverbraucher. In der Probierstube können Gäste nach Voranmeldung neben den hochwertigen Bio-Weinen weitere Spezialitäten des Hauses probieren, wie den Hefebrand und den Fränkische Weinbrand aus eigener Erzeugung und Destillation. Er entwickelt sich im Eichenholzfass zu einer besonderen Reife. Alle Weine sowie Hochprozentiges können auf der Homepage http://www.biowein-christ.de online bestellt werden. Wer den Wein ab Hof bezieht, hat die Möglichkeit, den Alltag des Winzers Ludwig Christ kennen zu lernen. Für Gruppen bis 15 Personen bietet er je nach Wetterlage und Jahreszeit eine Weinbergs- und Betriebsführung an, die mit einer anschließenden Weinprobe abgerundet wird. Das leicht wellige Mainfranken wird von Wanderern ebenso geschätzt wie von Gästen auf dem Fahrrad, denn es beschert viele Naturerlebnisse ohne große Anstrengung. Da die Nordheimer Landschaft als höchste Erhebung 287 Meter verzeichnet, lassen sich alle Berge mühelos besteigen, sowohl der „Kreuzberg“ als auch das „Vögelein“. Für die Besucher Nordheims sehr empfehlenswert ist ein Ausflug durch die Weinberge auf dem rund einen Kilometer langen „Rebsortenpfad“, der zum Panoramahügel hinaufführt. Belohnt wird der Spaziergänger mit einem unvergleichlichen Ausblick über die Weininsel. Am südlichen Ortsrand informieren acht überlebensgroße Winzerfiguren auf Tafeln über den Weinanbau. Sie stellen zum Beispiel das Aromenspektrum eines gut gelagerten Frankenweins dar und beantworten die Frage, welche Reben auch im heimischen Garten gedeihen.
Weinfeste: Ausflugsziele und Highlights:Nordheims Sehenswürdigkeiten Der prächtige Zehnthof aus dem 16. Jahrhundert. Hier mussten die Nordheimer ihre Naturalabgaben an die geistliche Herrschaft entrichten. In seinem Gewölbekeller lagert bis heute Wein. Viele stattliche Fachwerkhäuser prägen das Ortsbild. Die Ortskirche St.-Laurentius-Kirche ist dem Heiligen Laurentius geweiht. Die Fähre Die Nordheimer Fähre zwischen Nordheim und Escherndorf ist eine Attraktion. Sie wird bei der Mainüberquerung an zwei Stahlseilen geführt. Zeiten: Mo. – Fr. verkehrt die Fähre in der Sommerzeit von 6 bis 20 Uhr, in der Winterzeit von 6 bis 19 Uhr, an Samstagen ab 7 Uhr, sonn- und feiertags erst ab 9 Uhr. Vogelsburg Ein halbstündiger Spaziergang führt auf die Vogelsburg. Auf 100 Höhenmetern über Escherndorf hat man von dort einen Panoramablick auf den Main, der das Kloster mit seiner Schleife umfasst. Augustinerschwestern bewirtschaften den Panoramagarten und das Tagungszentrum. Ihre Vorgängerinnen gehörten zu den Wegbereitern des naturnahen Weinbaus in Franken. Sommerach Der zweite Ort auf der Weininsel liegt im Süden, vier Kilometer entfernt von Nordheim, und wird von einer spätmittelalterlichen Stadtmauer umschlossen. Deren Westseite blieb besonders gut erhalten. Sie ist sechs Meter hoch. Mehrere Türme verstärken die Befestigung, darunter das Main- und das Gerlachshäuser Tor. Schloss Hallburg Gut zwei Kilometer entfernt thront das Schloss Hallburg über dem Main. Es ist heute ein sommerliches Ausflugsziel. Vom Wein- und Biergarten fällt der Blick über Pferdekoppeln, Wald und Fischweiher. Im Winter läuft der Restaurantbetrieb in den historischen Sälen weiter. Volkach Ein touristisches Zentrum Weinfrankens ist Volkach, fünf Kilometer oberhalb des Mains gelegen. Kirche, Rathaus und das Schelfenhaus – heute Heimatmuseum – prägen den Ortskern mit seinen vielen kleineren alten Handwerkerhäusern. Die Enden der Hauptstraße markieren die gewaltigen Tortürme der einstigen Stadtbefestigung. Die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten ist berühmt durch die Rosenkranzmadonna des meisterlichen spätgotischen Bildhauers Tilman Riemenschneider. Radwege Über eine 15 Kilometer lange Nebenstraße führt der Weg nach Osten in die sehenswürdige Prichsenstadt. Den Main entlang führen Radwege nach Schweinfurth und seit zwei Jahren neu geschaffen nach Gerolzhofen, dem Tor zum Steigerwald Kartäuserkloster von Astheim Im früheren Kartäuserkloster von Astheim führt ein Museum mit 600 Kunstwerken in die Bilderwelt der christlichen Volksfrömmigkeit ein. Würzburg Die unterfränkische Bezirkshauptstadt Würzburg ist nur eine halbe Autostunde von Nordheim entfernt. Unbedingt besichtigen sollte man dort die Würzburger Residenz. Seit 1981 ist sie als UNESCO-Weltkulturerbe deklariert. Nach den Plänen von Balthasar Neumann (1687-1753 in Würzburg) wurde sie 1720–1744 im Barockstil erbaut. Berühmt ist das von einem 600 m² großen freitragenden Gewölbe überspannten Treppenhaus. Das Fresco stammt von Giovanni Battista Tiepolo (1696-1770).
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seine Auen sind als Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Von Astheim bis Schwarzenau ist es mit Schilf, Weiden oder Buhnen bewachsen. Hier fühlt sich das Blaukehlchen ebenso heimisch wie der Seidenreiher. Viele Gäste zieht es jedes Jahr in diese Region mit ihrer reichen Flora und Fauna, ihrem hohen Erlebnis- und Freizeitwert und ihrem klaren Wasser zum Baden.
Das Maindreieck zählt mit seinen zahlreichen Sonnenstunden zu den trockensten Regionen Bayerns. Das Klima ist gut geeignet für den Anbau von Wein, aber auch von Obst und Gemüse. Sehr ergiebige Ernten erzielt man hier mit dem Anbau von Spargel, aber auch mit Zwetschgen-, Apfel-, Mirabellen- und Kirschbäumen. Aus dem Obst der Streuobstwiesen destillieren die Nordheimer gerne Edelbrände, die über die Grenzen der Region hinaus beliebt sind. Der Ort hat neben Bad Feilnbach in Oberbayern die zweithöchste Brennereidichte Deutschlands. Nordheim ist mit seinen über 50 Weingütern und 250 Mitgliedern in der Winzergenossenschaft der größte Weinbauort Frankens.
entschloss sich Christ, dem Bioland-Verband beizutreten.
gewonnene einwandfreie und hochwertige Lesegut macht sich schließlich bei der Qualität der Weine bemerkbar. Außerdem schont die manuelle Weinlese die Böden.
Probierstube können Gäste nach Voranmeldung neben den hochwertigen Bio-Weinen weitere Spezialitäten des Hauses probieren, wie den Hefebrand und den Fränkische Weinbrand aus eigener Erzeugung und Destillation. Er entwickelt sich im Eichenholzfass zu einer besonderen Reife. Alle Weine sowie Hochprozentiges können auf der Homepage http://www.biowein-christ.de online bestellt werden.
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